Resozialisierung durch Alphabetisierung und Übergangsmanagement für Straffällige (RAUS)

Die Qualifizierung von Strafgefangenen trägt dazu bei, die Resozialisierungsperspektiven nach der Haftentlassung zu verbessern. Daher haben Alphabetisierungs- und Grundbildungsangebote im deutschen Strafvollzug durchaus eine Tradition, die jedoch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich aussieht. Das Projekt RAUS hat sich zur Aufgabe gemacht, die Alphabetisierungsarbeit im Strafvollzug insgesamt zu fördern. Neben einer Bestandaufnahme zum Sachstand der Alphabetisierungs- und Grundbildungsarbeit in Deutschland hat sich das Projekt vor allem auf folgende Aspekte konzentriert:
• Der Sensibilisierung und Information von Mitarbeitenden im Strafvollzug und in der Haftentlassenenhilfe diente die Entwicklung und Durchführung von Schulungsangeboten. Dabei spielten die spezifische Lebenssituation von Strafgefangenen sowie die Rahmenbedingungen für Weiterbildung im Vollzug eine besondere Rolle.
• Zur Unterstützung von Alphabetisierungspädagoginnen und Alphabetisierungspädagogen im Strafvollzug wurde ein kommentierter Materialpool aufgebaut, der online zur Verfügung steht. Neben neu erarbeiteten wurden auch erprobte Materialien und eine Linksammlung zu externen Angeboten aufgenommen. Die Sammlung umfasst die Themenbereiche Diagnostik, Fehlertypen und themenspezifische Angebote.
• Um die Ansprache von potenziellen Teilnehmenden zu unterstützen, wurden Plakate und Ausstellungen für den Vollzug und die Straffälligenhilfe entwickelt.
• Im Rahmen der Projektarbeit wurde ein Austausch von Alphabetisiererinnen und Alphabetisierern im Strafvollzug initiiert, der zur Stärkung der Arbeit beiträgt. Die Vernetzung ist auch vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Landesgesetzgebungen für die Akteurinnen und Akteure von großer Bedeutung.
Alle Informationen sind auf der Homepage www.raus-blick.de abrufbar.

 


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