alphabund-Newsletter 10/2009

Liebe Leserin, lieber Leser,

neben informativen Tagungen von alphabund-Projekten, die im Oktober stattfanden, war die internationale LitCam Konferenz im Rahmen der Frankfurter Buchmesse die größte Veranstaltung für Alphabetisierung und Grundbildung. Vertreterinnen und Vertreter vieler alphabund-Projekte sowie der Transferstelle diskutierten dort mit internationalen Gästen und präsentierten Ergebnisse an Informationsständen. Die Projekte AlBi, Chancen erarbeiten, PROFESS und die Verbleibsstudie waren mit eigenen Ständen oder Programmbeiträgen in der LitCam-Lounge während der Frankfurter Buchmässe präsent. Der gesamte Förderschwerpunkt wurde durch ein Infopanel der Transferstelle repräsentiert.

Alle wichtigen Akteure aus Alphabetisierung und Grundbildung in Deutschland bereiten sich zurzeit auf die Fachtagung Alphabetisierung und Grundbildung (4. bis 6. November 2009 in Hannover) vor, um sich über aktuelle und grundsätzliche Fragen, Probleme und Neuigkeiten uach aus den BMBF-geförderten Projekten auszutauschen. Fast alle alphabund-Projekte werden auf der Tagung vertreten sein und auf der Projektmesse den aktuellen Stand ihrer Forschung und Entwicklung sowie ihre Projektergebnisse vorstellen. Von der alphabund-Transferstelle werden die wissenschaftliche Mitarbeiterin Sabine Karwath und der wissenschaftliche Mitarbeiter Dietmar Kleb vertreten sein. Marion Döbert, Leiterin der Transferstelle, wird im Vortrag „Kunst als Forschung – die Kunst des Forschens“ versuchen, den Bogen zu schlagen zwischen Forschung im alphabund-Netzwerk und der Fachtagung mit ihrem diesjährigen Kernthema „Kunst – Kultur – Aktion“.

Im Förderschwerpunkt steht in diesem Jahr noch die Statuskonferenz an, die am 25. November in Hamburg stattfinden wird. Wie im letzten Jahr wird es einen umfassenden projektübergreifenden Austausch geben, diesmal auch in Kooperation mit externen Expertinnen und Experten.

Weitere Neuigkeiten erfahren Sie regelmäßig auf der Website alphabund.de unter 'Aktuelles'.

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Mit den besten Grüßen aus Hamburg
Ihr Björn Otte
Referent für Öffentlichkeitsarbeit

Transferstelle, BMBF-Förderschwerpunkt
„Forschung zur Alphabetisierung und Grundbildung“
 
UNESCO Institute for Lifelong Learning (UIL)
Feldbrunnenstr. 58
D-20148 Hamburg
 
E-Mail: b.otte(at)unesco.org
www.alphabund.de

Aus dem Förderschwerpunkt

1 – EQUALS: Fachtag „Spannende Netze in der Alphabetisierung und Grundbildung“

Am 9. Oktober luden die beiden Verbundprojekte Pages und EQUALS zu einem Fachtag nach Potsdam ein. In den Räumlichkeiten der Industrie- und Handelskammer trafen sich Akteure aus Weiterbildung, Wirtschaft und Arbeit, Sozialarbeit und Pädagogik, um Organisation und Funktion von Netzwerken in der Alphabetisierung und Grundbildung zu thematisieren und in Workshops am Nachmittag praktische Schritte zur Realisierung von Netzwerken zu diskutieren.

Nach den Grußworten stellte die Leiterin der alphabund-Transferstelle beim UNESCO-Institut für Lebenslanges Lernen Marion Döbert in ihrem Vortrag beispielhafte internationale Netzwerke vor, insbesondere das der Stiftung Lesen und Schreiben in den Niederlanden.

Den Workshops am Nachmittag folgten eine Ehrung der Preisträger aus dem Wettbewerb „Materialien zur Teilnehmergewinnung in der Alphabetisierung/ Grundbildung“ sowie eine Podiumsdiskussion zum Thema „Wie können wir es gemeinsam schaffen, mehr funktionalen Analphabeten gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen?“.

Eine ausführliche Dokumentation ist in Bälde abrufbar unter www.dvv-vhs.de/equals

2 – Chancen erarbeiten/PROFESS: LitCam Live!

Nach der LitCam-Konferenz (alphabund berichtete) öffnete am 14. Oktober die Buchmesse in Frankfurt ihre Tore für Fachbesucher und lockte mit vielfältigen Veranstaltungen auf der LitCam live! -Bühne zahlreiche Interessierte an.

Jan-Peter Kalisch präsentierte dem Publikum unter dem Motto „Zwischen YouTube und Jamba ist noch ein Plätzchen frei!“ das Projekt „iCHANCE“. Er erläuterte die unkonventionellen neuen Wege, junge Erwachsene für Lernangebote in der Alphabetisierung zu begeistern. Das Konzept überzeugte, denn hier werden Jugendliche durch attraktive Medien-Formate (Musik, TV, Internet, Handy etc.) zur Teilnahme in der Grundbildung motiviert.

An mehreren Terminen informierte Frank Drecoll, Leiter des Projekts PROFESS, über den neuen Master-Studiengang „Alphabetisierung und Grundbildung“, der in diesem Wintersemester erstmalig an der Pädagogischen Hochschule Weingarten angeboten wird. Der Studiengang soll die Professionalisierung in der Alphabetisierungs- und Grundbildungspraxis vorantreiben.

Neben diesen und weiteren Beiträgen aus dem Förderschwerpunkt wurde kreative Auflockerung rund ums Lesen und Schreiben geboten. Der Dichter Daniel Keiser heizte den Besuchern mit einer Lesung aus seinem aktuellen Programm ein. Seine Gedichte wie „Liebestext“, „Kegelbahn“ oder „Erdbeer“ waren nur einige Happen, die Lust auf mehr machen.

Alex Dreppec im Gespräch mit Andreas Brinkmann (Foto: alphabund/Björn Otte)

Der Poetry-Slammer Alex Dreppec hatte ein ganz besonderes Bonbon im Gepäck. Sein Text „Deine Wörter“ fasste die Bedeutung vom Lesen und Schreiben in äußerst feinen Reimen zusammen. Inspiriert durch die Geschichte von Thorsten Böhler, einem ehemaligen Betroffenen, kamen sprachgewaltige Verse zustande: „Die Wörter sind nicht Gegner, sie sind Schlitten, sie sind Gleise, sie sind Schiffe, Flügel, Schienen, sind gedruckte Ausdruckweise.“

Für Thorsten Böhler von der Selbsthilfegruppe Ludwigshafen waren Wörter lange Zeit tatsächlich Gegner und machten ihm das Leben schwer. Er erzählte im Gespräch mit Moderator Andreas Brinkmann und dem Pressereferenten der alphabund-Transferstelle Björn Otte aus seinem Alltag, in dem er tagtäglich mit Buchstaben kämpfte. Dennoch entschloss es sich, einen Lese- und Schreibkurs zu besuchen. Heute sind Buchstaben für ihn keine Stolperfalle mehr. Stattdessen trägt er das Thema selbstbewusst in die Öffentlichkeit und macht anderen Mut.

Wie schwer es sein kann, wenn Wörter und Buchstaben keinen Sinn ergeben, konnten die Besucher in der Chinesisch-Stunde bei Ying Liu selbst erfahren. Ying Liu stellte chinesische Symbole vor, an denen sich die Teilnehmer probieren durften. Die Messebesucher zeigten sich im Gespräch mit Elfriede Haller (AlBi-Projekt) beeindruckt, wie schwierig es ist, Zeichen in einer fremden Schrift zu schreiben.

Tim-Thilo Fellmer und Andreas Brinkmann (Foto: alphabund/Björn Otte)

Neben diesen Höhepunkten sorgte der Besuch des ARD-Fernsehteams für besondere Aufmerksamkeit bei den Messebesuchern. Anlass für die Presse-Visite war der Auftritt des Kinderbuchautors Tim-Thilo Fellmer. Im Gespräch mit Karin Plötz, die das LitCam-Projekt für die Frankfurter Buchmesse leitet, und Elfriede Haller stand er Rede und Antwort und berichtete eindrucksvoll aus der Zeit, in der er noch nicht lesen und schreiben konnte. Karin Plötz erklärte: „Wir bieten eine Plattform, um den Austausch und die Vernetzung von Organisationen und Lernenden aus den Bereichen Alphabetisierung und Grundbildung zu fördern und neue Strategien zu entwickeln. Als Buchmesse erreichen wir Menschen aus allen gesellschaftlichen Bereichen. Lesen eröffnet Horizonte! Wenn wir mit unserer Arbeit dazu beitragen, dass Menschen ihre Bildungs- und Lebensperspektiven verbessern, sind wir auf dem richtigen Weg.“

Der Leiter des Chancen erarbeiten-Teilprojekts „a³“ Andreas Brinkmann zieht die Wochenbilanz: „Bereichernde Gespräche, wahnsinnig nette Gastgeber und ein treues Publikum lassen uns das Schlafdefizit bald vergessen! Wir bedanken uns bei der Buchmesse, dass wir so eine riesige Plattform für die Alphabetisierung nutzen durften.“

Detaillierte Artikel zu den Veranstaltungen während der Buchmesse finden Sie in den News von Chancen erarbeiten.

18.10.09 Furioses Finale in Frankfurt
17.10.09 Hip-Hop in Bollywood
17.10.09 Zwischen Lyrik und Last
16.10.09 Reime, Erdbeeren und Professionalisierung
15.10.09 Messestart in Frankfurt: Wirbel, Wusel, Wörterzauber

(Chancen erarbeiten, Andreas Brinkmann/Ralf Häder)

Von links: Angela Rustemeyer, Werner Hessing, Maike Tjaden, Anja Inep (Foto: DVV)

3 – Verbleibsstudie: Scharfe Pointen werben fürs Schreibenlernen

Buchmesse: Humorvolle Texte von Autoren, die erst als Erwachsene lesen und schreiben lern(t)en

Am ersten Tag der Buchmesse trafen sich die Autorinnen Anja Inep und Maike Tjaden in den weitläufigen Hallen. Dort sprachen sie über die Komik im Leben und auf dem Papier. Und übers Schreiben, wie eben alle auf der Messe – oder eher wie sonst keiner: Denn die beiden haben erst nach ihrer Schulzeit schreiben gelernt. Sie wissen, wovon sie reden, wenn sie die Probleme von Menschen mit niedriger Lese- und Schreibkompetenz schildern. Aber auch, wenn sie davon erzählen, wie sie in den Kursen von Werner Hessing, der an der VHS-Norden seit vielen Jahren Alphabetisierungskurse gibt, und Achim Scholz, u.a. Projektleiter des ABC-Projekts in Oldenburg, das Texten entdeckten und Lust auf mehr bekamen.

„Lust auf mehr“ heißt auch das Buch, das Anja Inep und Maike Tjaden Besuchern der Buchmesse vorstellten. Geschrieben haben sie es gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus Lese- und Schreibkursen: an der Volkshochschule Norden, der Volkshochschule Oldenburg, anderen Volkshochschulen und Bildungseinrichtungen quer durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Witzig, mitunter sarkastisch stellen die Autorinnen und Autoren Konventionen im Umgang zwischen Frauen und Männern, Klischees der Fernseh- und Computerwelt und immer wieder auch ihre eigene Situation dar. Herausgegeben wurde das Buch vom Deutschen Volkshochschul-Verband (DVV) mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Der Comiczeichner Harm Bengen hat die Texte bebildert. Treffsicher greift der Ostfriese in seinen Cartoons die Pointen mit der Zeichenfeder auf und bringt sie in seiner eigenen Lesart noch einmal neu aufs Blatt.

Mit diesem Band treten die Autorinnen und Autoren auch in einen Dialog mit Profis des geschriebenen Worts: So animierten sie den Kabarettisten und Schriftsteller Konrad Beikircher, über seine eigenen Erfahrungen mit Menschen, die nicht lesen und schreiben können, zu berichten. Und der Buchautor Alexander Marguier, leitender FAZ-Redakteur, sagt im Nachwort, warum er aus ganz persönlichen Gründen vor denen, die den Code der Schriftsprache erst spät entschlüsseln, den Hut zieht.

“Lust auf mehr“ entstand im Rahmen des beim DVV angesiedelten Teilprojekts Praxisentwicklung der  Verbleibsstudie. Die Verbleibsstudie ist ein Verbundprojekt des DVV, der FU Berlin, der Universität Frankfurt a.M., der Universität Hamburg und der Universität Hannover, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

(Verbleibsstudie, PD Dr. Angela Rustemeyer)

4 – Alphabit auf Europatour

In einigen Wochen wird das Alphabit-Computerlernspiel in vollem Umfang fertig gestellt sein. Das Alphabit-Projektteam rührt daher die Werbetrommel derzeit besonders stark. Anhand des bereits im April fertig gestellten Prototyps fanden in letzter Zeit einige Workshops auf Fachtagen und Konferenzen statt.

So wurde Alphabit beispielsweise am 24. September auf der Bundesfachbereichskonferenz Berufliche Weiterbildung in Bamberg präsentiert. Die Konferenz des Bayerischen und des Deutschen Volkshochschul-Verbandes ist eine wichtige Plattform für den überregionalen Fachaustausch und die Netzwerkbildung in der beruflichen Bildung an Volkshochschulen.

Der Alphabit-Workshop richtete sich im Themenfeld Neue (Lern-) Technologien vor allem an Programmverantwortliche und Mitarbeiter/innen in den Bereichen Beruf und EDV. Circa 30 Teilnehmenden wurde ein Einblick in die Rahmengeschichte und in das didaktische Konzept des Game Based Trainings gegeben. Das Computerlernspiel ist bei den Workshopteilnehmer/inne/n sehr gut angekommen und es gab bereits erste Ideen für weitere Einsatzfelder, z. B. ein Computerlernspiel, das die sozialen Kompetenzen von jungen Erwachsenen trainiert.

Auf der internationalen Computerspiel-Fachtagung „Future and Reality of Gaming“ (FROG) in Wien, hatte das Alphabit Projektteam die Gelegenheit, am 27. September einen Workshop mit führenden Wissenschaftler/inne/n, Game Designer/inne/n und Pädagog/inne/n durchzuführen. Dort wurden der Prototyp, die Konzeption des Computerlernspiels und die Ergebnisse der ersten Erprobung vorgestellt und diskutiert. Spieleexperten haben im Detail viele hilfreiche Hinweise zur Verbesserung des Spiels gegeben und den Prototyp insgesamt als sehr gut befunden.

Im März 2010 beginnt die bundesweite Verbreitung des fertigen Spiels. Wenn Sie es bereits vorab erhalten möchten, schicken Sie uns bitte Ihre Kontaktdaten. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter www.projekt-alphabit.de.  

(Alphabit, Barbara Cramm/Maik Neudorf)

5 - Alpha-Wissen: Family Literacy – Good Practices aus Südafrika

‚Alphabetisierung/Grundbildung – State of the Art aus historischer und systematischer Perspektive im Hinblick auf Transfermöglichkeiten’ ist ein Teilvorhaben und integrierter Bestandteil des Projektverbundes ‚Alpha-Wissen: Grundlagen für Alphabetisierung und Grundbildung – Wissenschaftliche Voraussetzungen für die Institutionalisierung und Professionalität’.

Ziel ist die Aufbereitung und Weiterentwicklung des Forschungsstandes zur Literalität im Bereich der Erwachsenenbildung. In diesem Kontext wurde im August die Publikation „Das Konzept der Family Literacy: Good Practices aus Südafrika” veröffentlicht. Darin berichtet Sabina Hussain, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Projekts, sehr anschaulich und ausführlich über ein Good-Practice-Beispiel aus Südafrika, in dem das Konzept der Family Literacy seit März 2000 umgesetzt wird. Ein generationsübergreifender Ansatz ist charakteristisch für die Strategie der Family Literacy.

Das Projekt wurde zunächst in den ländlichen Gebieten des KwaZulu-Natals durchgeführt, welches geprägt ist von 41% Arbeitslosenrate, Armut und mangelnder Infrastruktur. Außerdem gibt es weder Elektrizität noch fließend Wasser. Der Zugang zur Bildung ist marginal, die schlechte Gesundheitsversorgung und HIV/AIDS bedrohen die Gemeinschaft.  

Dieses Projekt wendet die innovative ‚Reflect’ Methode an, die auf Theorien des brasilianischen Pädagogen Paulo Freire und der Methode des ‚Participatory Rural Appraisal’ (PRA) basiert. Die Grundprinzipien der ‚Reflect’ Methode sind: Macht und Stimme, Politische Prozesse, Demokratie, intensive und extensive Prozesse, Reflexion und Aktion, Vorhandene Fähigkeiten, Partizipation, Machtbewusstsein, Kohärenz und Selbstorganisation.

Das Ziel von Family Literacy Programmen ist es, Selbstbewusstsein zu steigern, Partizipation (empowerment) zu fördern und eine Grundlage für zusätzliche Lernaktivitäten zu schaffen, z.B. Hausbesuche, Bibliotheken, Kind-zu-Kind-Gruppen, Sexualkundegruppen für Teenager, Projekte in der Gemeinschaft (Nähgruppen, Geflügelprojekt, „Gemüsetunnel“ o.ä.)

Ergebnisse des Projekts:

  • Die Einführung neuer Projekte muss den lokalen Gegebenheiten und den soziokulturellen Bedingungen angemessen sein.
  • Die Gemeinschaft muss in den Lernprozess einbezogen werden und ihre Teilhabe muss gesichert sein.
  • Lernbegleiter spielen eine zentrale Rolle, wobei wichtig ist, dass sie gemeinschaftlich gewählt und respektiert werden.

Family Literacy ist eine auf alle Kulturen übertragbare Strategie, wenn sie adäquat und flexibel umgesetzt wird.

Die Arbeit ist im August 2009 in Bonn am Deutschen Institut für Erwachsenenbildung im Leibnitz-Zentrum für Lebenslanges Lernenerschienen:
Hussain, Sabina (2009): „Das Konzept der Family Literacy – Good Practices aus Südafrika“.

Download Deutsch/Englisch
Siehe außerdem

(alphabund, Silvie Boyd)

6 – Alphamar: Gelungene Vernetzung von Alphabetisierungsforschung und Praxisausbildung

Alphamar unterrichtet Modul zu Unterrichtsmethoden an der Universität Leipzig

Im Rahmen des Alphabetisierungslehrgangs für DaZ-Lehrkräfte am Herder-Institut der Universität Leipzig haben am 10. Oktober 2009 die Projektmitarbeiterinnen von Alphamar das Modul 4: Methoden unterrichtet.

Zunächst wurde mit den Teilnehmer/inne/n geklärt, was unter dem Begriff Methode zu verstehen ist, insbesondere in Abgrenzung zu den Begriffen Sozialform und Unterrichtsform, und gemeinsam wurde eine Definition erarbeitet.

Nach einer Systematisierung bekannter Methoden (nach linguistischen und pädagogischen Kriterien) stellten die Projektmitarbeiterinnen die sieben methodischen Ansätze näher vor, die derzeit im Rahmen des Projektes Alphamar erprobt werden, und berichteten von ihren praktischen Erfahrungen. Die Teilnehmer/innen erhielten die Gelegenheit, verschiedene Unterrichtsmaterialien auszuprobieren und sich mit den Umsetzungsmöglichkeiten, Zielen und Grenzen auseinanderzusetzen. Abschließend wurden in Arbeitsgruppen drei Fragestellungen im Hinblick auf den eigenen Alphabetisierungskurs diskutiert: Welche Materialien und Methoden eignen sich a) für den Anfängerunterricht b) für den Fortgeschrittenenunterricht und c) für die Binnendifferenzierung? Die Ergebnisse der Gruppenarbeit wurden am Ende der Veranstaltung präsentiert und zeigten, wie kreativ, vielfältig und lernzielorientiert Alphabetisierungsunterricht sein kann.

Abb. 1: Gemeinsame Erarbeitung und Kategorisierung von Methoden, Methodenelementen und Lehrmaterialien
Abb. 2: Teilnehmerpräsentation möglicher Unterrichtsmethoden und -materialien für den Anfängerunterricht (Fotos: Alphamar)

(Alphamar, Christiane Rokitzki/Anne Roder/Frauke Teepker)

7 – Termine ab November 2009

04.-06. November 2009: Fachtagung Alphabetisierung (Hannover)

Die siebte Fachtagung im Rahmen der Weltalphabetisierungsdekade findet vom 04. bis zum 06. November 2009 in Hannover statt. Veranstalter ist wie auch in den letzten Jahren der Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e.V. in Kooperation mit dem Bündnis für Alphabetisierung und Grundbildung.

Das Thema der Tagung ist „Alphabetisierung und Grundbildung in Deutschland: Kunst – Kultur – Aktion“. Damit wird auch der Jahresschwerpunkt der Europäischen Kommission aufgegriffen. Fast alle alphabund-Projekte sowie der Projektträger und die Transferstelle werden auf der Projektmesse am 5. November Ergebnisse vorstellen und mit interessierten Besucherinnen und Besuchern diskutieren.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Bundesverbandes Alphabetisierung und Grundbildung.

25. November 2009: alphabund-Statuskonferenz 2009 (Hamburg)

Die Statuskonferenz 2009 im BMBF-Förderschwerpunkt „Forschung und Entwicklung zur Alphabetisierung/Grundbildung“ findet am 25. November 2009 von 11:00 bis 17:30 Uhr im Hotel Lindtner in Hamburg-Harburg statt. Ab 18:30 Uhr folgt ein 'Get Together'.

Das ausführliche Programm (inkl. Anmeldeformular für die Veranstaltung) wurde am 29. Oktober bekannt gegeben und versandt.

Die Veranstaltung ist nicht öffentlich: Teilnehmen können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der geförderten Projekte im BMBF-Förderschwerpunkt.

01. Dezember 2009: Kommission Alphabetisierung des Landesverbandes der Volkshochschulen von NRW (Düsseldorf)

Die Leiterin der alphabund-Transferstelle Marion Döbert wird an der Sitzung der Kommission in Düsseldorf teilnehmen, die diesmal in Gegenwart von Vertretern des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Schule und Weiterbildung stattfinden wird. Dabei sollen unter anderem auch Möglichkeiten zum Transfer der alphabund-Projektergebnisse diskutiert werden.

01.-02. Dezember 2009: 12. DIE-Forum Weiterbildung (Bonn)

„Weiterbildungseinrichtungen zwischen Kooperation und Konkurrenz – Perspektiven für das Lebenslange Lernen“

Am 1. und 2. Dezember 2009 veranstaltet das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung e.V. (DIE) Leibnitz-Zentrum für Lebenslanges Lernen das 12. DIE-Forum. In diesem Jahr ist das Thema „Weiterbildungseinrichtungen zwischen Kooperation und Konkurrenz – Perspektiven für das Lebenslange Lernen“.

04. Dezember 2009: Pages - Symposion "Schriftsprachvermittlung bei Erwachsenen" (Köln)

Am Freitag, den 4. Dezember 2009 findet von 9:30 – 14:00 Uhr im Saal des Bezirksrathauses Köln Mülheim, Wiener Platz 2 a, 51065 Köln, ein Symposion zum Thema „Schriftsprachvermittlung bei Erwachsenen“ statt. Veranstalter ist das alphabund-Projekt Pages.
Es werden vier Workshops zum Thema „Schriftsprachvermittlung“ angeboten u.a. von zwei Wissenschaftlern aus der Schweiz.

22. Januar 2010: Fachtagung „Lernanlässe“ (Potsdam)

Das Teilprojekt SYLBE „Systematische Perspektiven auf Lernbarrieren und Lernberatung in der Erwachsenenalphabetisierung“ im Verbund Alpha-Wissen lädt am 22. Januar 2010 von 09:30 Uhr bis 16:30 Uhr an der Universität Potsdam zur Fachtagung „Lernanlässe“ ein.

Das Projekt SYLBE untersucht Lernprozesse funktionaler Analphabeten. Es geht der Frage nach, warum die Aneignung der Schriftsprache abgebrochen wurde und warum und wie dieser Prozess im Erwachsenenalter wieder aufgenommen wird. Im Mittelpunkt stehen also zentrale Fragen der Lernforschung: die Frage nach Lernanlässen und damit verbunden die Frage nach Lernstrategien.

Um Antwort an Katja Müller von SYLBE wird bis zum 16. November 2009 gebeten.

1.-2. Februar 2010: GiWA-Workshop „Die Rendite muss stimmen“ (Düsseldorf)

Der Projektverbund GiWA veranstaltet am 1. und 2. Februar 2010 in Düsseldorf-Kaiserswerth einen Ergebnistransfer-Workshop.

Dort werden die kontextuell entstandenen subjektorientierten Grundbildungskonzepte präsentiert, die in Betrieben und in Einrichtungen des Transfers in Arbeit verankert wurden. Dabei stellt das GiWA-Team verschiedene  Lern- und Beratungssettings mit ihren relevanten Lerninhalten und mit den anschlussfähigen Lernformen und –methoden vor. Alle GiWA-Teilprojekte werden Erfahrungen, Hinweise, Erkenntnisse zu Indikatoren für die Qualität subjektorientierter, auf Arbeitsprozesse bezogener Grundbildungskonzepte und -settings zur Diskussion stellen. Neben Fragen der Gestaltung einer arbeit- und berufsnahen Grundbildung werden dabei auch Fragen nach den Gelingensbedingungen jenseits von Projektförderungen gestellt.

Aus dem Themenfeld Alphabetisierung/Grundbildung

8 – Filmtipp: „Die Unwertigen“ von Renate Günther-Greene

Nie zuvor und nie danach hatte die Jugend einen solchen Stellenwert im Staat wie im Dritten Reich. Aber es gab auch die Anderen. Die Nazis sortierten Jugendliche nach ihrem Wertesystem der Rassenhygiene und Eugenik. Die wertigen Kinder wurden gefördert, die unwertigen aussortiert und ausgemerzt:

Waltrauts Mutter kommt ins Konzentrationslager, Waltraut und ihre Geschwister in Heime. Günter muss ins Jugendkonzentrationslager, weil er die verbotene Swing-Musik hört. Elfriede erlebt im Kinderheim, wie Kinder Opfer der Euthanasie werden. Richard wird als uneheliches Kind seiner Mutter für immer entrissen und leistet mit vier Jahren Zwangsarbeit.

Der neueste Dokumentarfilm der Regisseurin Renate Günther-Greene, die in der Alphabetisierung vor allem für ihren Dokumentarfilm „Das G muss weg!“ bekannt ist, erzählt von der menschenverachtenden Selektion im Dritten Reich. Doch auch die gesellschaftliche Verdrängung nach 1945 und die Auswirkungen für die Betroffenen bis heute sind Thema : Richard und Elfriede bekommen die Folgen des nationalsozialistischen Denkens noch lange nach dem Krieg zu spüren. Elfriede bleibt bis 1970 eingesperrt im Heim. Richard leistet weiter Zwangsarbeit als Kind und Jugendlicher.

Richard ist heute Zeitzeuge im aktuellen Petitionsauschuss der Heimkinderdiskussion im Bundestag. Er erhofft für sich und für alle Betroffenen eine emotionale und finanzielle Wiedergutmachung. Ende November 2010 will der Petitionsausschuss seine Ergebnisse verkünden.


Eine Protagonistin des Films ist Frau Rybak, geb. Schreyer. Frau Rybak wurde 35 Jahre lang als „Schwachsinnige“ eingesperrt im Kalmenhof. Der Kalmenhof war im Dritten Reich Zwischenstation für Transporte in die Tötungsanstalt Hadamar. Ab 1941 töteten die Ärzte im eigenen Krankenhaus über 600 Kinder. Es handelte sich oft um Kinder, die willkürlich als „schwachsinnig“ diagnostiziert wurden.

Elfriede Rybak, geb. Schreyer (Foto: menschentaucher)

Elfriede Schreyer, heute 77 Jahre alt, wird wegen einer Schreib- und Leseschwäche mit der Diagnose „mittlerer Schwachsinn“ eingewiesen. Sie überlebt als junges Mädchen die Zeiten der massiven Euthanasie. Sie bleibt bis 1970 im Heim kritiklos eingesperrt und ist ihr ganzes Leben lang Analphabetin geblieben.

Sie bekommt drei Kinder, die ihr sofort nach der Geburt weggenommen werden: als „Schwachsinniger“ ist es ihr nicht erlaubt, ihre Kinder zu erziehen. Erst durch den Kampf einer jungen Psychologin, Frau Gertrude Zovkic, wird sie Anfang der 70er Jahre freigelassen.

Renate Günther-Greene arbeitete über anderthalb Jahre an diesem Film. „Mich erschütterte die Brutalität mit der Kinder und Jugendliche aussortiert wurden und dass sich diese Einstellung zu den ‚wertlosen’ Kindern und Heimkindern bis in die späten 60 er Jahre zog“, erklärt Renate Günther-Greene ihre Motivation. „Diese weitgehend unveränderte Sicht auf Jugendliche auch nach dem Krieg war dann der ausschlaggebende Punkt, diesen Film zu machen.“

Auch heute ist das Thema noch von großer Relevanz: „Wenn wir heute von Kindern aus der Unterschicht hören, dann wird klar, dass wir dieses Gedankengut noch nicht völlig abgelegt haben“, so Renate Günther-Greene, „schwer erziehbar wird man nicht geboren, sondern gemacht.“

Die Premiere des Films „Die Unwertigen“ ist am Sonntag, 15. November um 12 Uhr im Düsseldorfer Atelier/Savoy. Das Team und die Protagonisten werden anwesend sein. Danach läuft der Film im November und Dezember in einzelnen Vorstellungen ausgewählter Kinos in Düsseldorf, München, Hamburg, Hannover und Dresden. Für 2010 sind Vorstellungen in Köln, Münster, Oberhausen und Pforzheim vorgesehen. Weitere Informationen und die genauen Termine der Kinovorstellungen stehen auf www.die-unwertigen.de

9 – DEKRA: Arbeitsmarkt-Report 2009

Nach dem DEKRA-Arbeitsmarkt-Report, der im Sommer dieses Jahres erschien, besteht die größte Nachfrage auf dem deutschen Arbeitsmarkt nach medizinischem Personal. Für den Arbeitsmarkt-Report werden in regelmäßigen Abständen zu einem Stichtag repräsentative Mengen von Stellenanzeigen aus deutschen Tageszeitungen und führenden Online-Jobbörsen analysiert. Daraus werden Aussagen über die am häufigsten nachgefragten Berufe abgeleitet. Urheber ist die DEKRA Akademie, die individuelle Beratung und ganzheitliche Prozessbegleitung für Qualifizierung anbietet. Sie ist einer der größten privaten Bildungsanbieter in Deutschland.

Kankenschwestern, Krankenpfleger: 4,30 %; Arzthelfer: 3,20%; Call Center Agents 2,75 %

Positionen für Krankenschwestern und -pfleger finden sich an erste Stelle der gesuchten Fachkräfte. Doch auch im Servicebereich ist qualifiziertes Personal wieder stärker nachgefragt. In Berufen des serviceorientierten Gastgewerbes hat sich die Zahl der Stellenangebote sogar gegenüber dem Vorjahr sichtbar erhöht. Dort werden insbesondere Kellner, Restaurantfachkräfte und Köche gesucht.

Der DEKRA Arbeitsmarkt-Report 2009 kann kostenlos per E-Mail angefordert werden. Außerdem steht er zum Download: Deutsch/Englisch

10 – Buch von Kai-Uwe Mix

Kai-Uwe Mix war ein Kursteilnehmer, der zu den ersten gehörte, die öffentlich bekannten, große Probleme mit dem Lesen und Schreiben zu haben. Er sprach offen über seine Probleme – zum Beispiel auf der Buchmesse in Frankfurt und Leipzig, ja sogar im Fußballstadion im Rahmen des F.A.N.-Projekts. Kai-Uwe Mix war ein kreativer Mensch. Er schrieb Geschichten über sich, über andere, über Berlin, über den Alltag, die er auch gerne vorlas. Als er im Frühjahr 2008 überraschend starb, fanden sich diese Geschichten in seinem Nachlass.

Der Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e.V. hat jetzt unter dem Titel „Auf der Suche nach der Schrift. Geschichten von einem, der auszog, das Lesen und Schreiben zu lernen“ eine Auswahl dieser Geschichten herausgebracht und die Texte so gestaltet, dass sie leicht lesbar sind und in den Kursen eingesetzt werden können. Vorstandsmitglieder des Bundesverbandes haben das Buch aus privaten Mitteln vorfinanziert, sodass es zur Fachtagung in Hannover erscheinen kann. Nach der Tagung ist es im Shop des Bundesverbandes unter www.alphabetisierung.de erhältlich.

Kai-Uwe Mix: „Auf der Suche nach der Schrift. Von einem, der auszog, das Lesen und Schreiben zu lernen.“ Münster: Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e.V., 2009. ISBN 978-3-929800-19-7 (96 Seiten; 8,80 €)

Die Auszeichnung zum Botschafter für Alphabetisierung für Kai-Uwe Mix erfolgte posthum auf dem Weltalphabetisierungstag 2008.

(Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung, Jürgen Genuneit)

11 – UNESCO Generalkonferenz: Vereidigung von Irina Bokova als Generaldirektorin

Vom 6. bis zum 23. Oktober tagte in Paris die 35. UNESCO-Generalkonferenz unter dem Vorsitz des Bahamaer Diplomaten Davidson Hepburn. Die Generalkonferenz tritt alle zwei Jahre zusammen und besteht aus Vertreterinnen und Vertretern aller 193 Mitgliedsstaaten.

Am 15. Oktober wählte die Generalkonferenz die Bulgarin Irina Bokova zur UNESCO-Generaldirektorin. Die Generalkonferenz folgte damit der Nominierung Bokovas durch den Exekutivrat (alphabund berichtete). Als erste Frau tritt Irina Bokova die Nachfolge des Japaners Koïchiro Matsuura als Generaldirektorin der Organisation an. Außerdem ist sie die erste Repräsentantin Osteuropas in dieser Position. Zu ihrer Amtseinsetzung am 23. Oktober betonte sie, dass allen Frauen weltweit der Zugang zu Wissen und zu einflussreichen Positionen offen stehen müsse, damit sie ihren Beitrag zur Gesellschaft und auch zur Weltpolitik leisten können. Die Gleichwertigkeit der Geschlechter sei, so Bokova, unverzichtbar für Entwicklung.

Irina Bokova (Foto: UNESCO/Michel Ravassard)

Als eine ihrer Hauptaufgaben sieht es Irina Bokova, Brücken zwischen Ost, West, Nord und Süd zu konstruieren. Alle Regionen sind gleichermaßen an der Globalisierung beteiligt. Auch wenn Globalisierung das Potenzial habe, Millionen Menschen aus der Armut und in die Freiheit zu helfen, berge sie auch das Risiko, die reiche Vielfalt auf weltweite Uniformität zu reduzieren, warnte Bokova. Sie appellierte an einen „neuen Humanismus“, der das Streben nach Toleranz, Wissen und kultureller Vielfalt ebenso beinhaltet wie das Streben nach Frieden, Demokratie, Gerechtigkeit und Menschenrechten.

Des Weiteren wurde im Rahmen der Versammlung die Medium-Term-Strategie überarbeitet sowie der Budgetplan bis zur nächsten Generalkonferenz festgelegt. Mit 118,5 Millionen US-Dollar wird das Bildungsprogramm innerhalb der UNESCO weiterhin oberste Priorität haben, darin besonders Alphabetisierung, die Ausbildung von Lehrern sowie die technische und Berufsbildung.

Zum Abschluss der Konferenz betonte der Vorsitzende Davidson Hepburn, dass die Zeit gekommen sei zu handeln. Dabei müsse die UNESCO sich insbesondere darauf besinnen, mit Partnern zusammenzusarbeiten; die Organisation könne die Ziele nicht allein erreichen.

Details der Konferenz

Verschiedenes

12 – Vernetzung der Nachrichten aus den Projekten per Widget

Seit Juni 2009 bietet alphabund.de dynamische Lesezeichen (RSS-Feeds) an. Diese können von interessierten Leserinnen und Lesern im Browser gespeichert werden und aktualisieren sich mit den entsprechenden Titeln, sobald neue Nachrichten verfügbar sind. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass mit der Nutzung von RSS auch Google schneller seine Datenbank aktualisiert. Dies wird besonders denjenigen aufgefallen sein, die Google-Alerts zum Thema Alphabetisierung abonniert haben und seit der Einrichtung des RSS-Moduls schneller über alphabund-Meldungen informiert werden.

Seit wenigen Tagen nutzt alphabund eine weitere Funktion, die sich sehr gut für die Online-Vernetzung eignet. Die dynamischen Lesezeichen lassen sich über Widgets in unterschiedlichste Kontexte einbinden. Widget ist ein Kunstwort aus „Window“ (Fenster) und „Gadget“ (Apparat): Über Widgets lassen sich in gesonderten Fenstern Inhalte aus verschiedensten Zusammenhängen einbetten. Orte, an denen Widgets genutzt werden, sind zum Beispiel der Desktop des PC-Systems (besonders verbreitet seit der Einführung von Windows Vista), eigene Internet-Seiten oder besonders auch Profile in sozialen Online-Netzwerken wie Facebook.

Über den kostenlosen Dienst Grazr können aus der Adresse eines RSS-Feeds Widgets hergestellt werden, die auf einfachste Weise individuell an die eigene Seite angepasst werden können. Einziger Nachteil ist ein eingeblendeter Werbelink, aber dafür kann der Service kostenlos genutzt werden:

Grazr

Grazr


alphabund.de bietet diese Widgets bereits auf den Projektseiten von lea. und dem ABC-Projekt zur Darstellung der letzen Nachrichten an. Falls weitere alphabund-Projekte Interesse an einer Vernetzung dieser Art haben, können die RSS-Feeds, sofern vorhanden, gern eingebunden werden. Dafür genügt eine kurze E-Mail mit Angabe Ihrer Feed-Adresse an Björn Otte. Natürlich können auch die alphaund-News mit einem Grazr-Widget über die Adresse http://feeds2.feedburner.com/alphabund?format=xml auf anderen Seiten oder in Facebook-Profilen etc. eingebunden werden.

 
Deutsches Zentrum fuer Luft- und Raumfahrt e.V. Projektraeger im DLR Bundesministerium für Bildung und Forschung